Vermögenswirksame Leistungen

Viele Arbeitnehmer erhalten zu ihrem Gehalt noch einen Obolus vom Chef, die so genannten Vermögenswirksamen Leistungen (VL). Je nach Tarifvertrag spendiert der Arbeitgeber jeden Monat bis zu 40 Euro. Voraussetzung für den Zuschuss ist, dass Sie einen VL-fähigen Sparvertrag abschließen. Dafür in Frage kommen u.a. Bausparverträge und Fondssparpläne. Der VL-Vertrag läuft mindestens sechs Jahre, danach muss das Kapital noch ein Jahr ruhen.



VL ansparen- Wie geht das genau?

Sparen Sie Vermögenswirksame Leistungen an, belohnt Sie der Staat mit zusätzlichen Prämien. Um in den Genuss der staatlichen Sparzulage zu kommen, darf das zu versteuernde Einkommen bei Ledigen 17.900 Euro und bei Verheirateten 35.800 Euro nicht übersteigen. Auch Bezieher höherer Einkommen gehen nicht automatisch leer aus: Die Einkommensgrenzen erhöhen sich mindestens um den Arbeitnehmer-Pauschbetrag, den Sonderausgaben-Pauschbetrag und die Vorsorgepauschale. Können Sie höhere Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend machen, steigt die Einkommensgrenze entsprechend weiter an. Zudem dürfen Familien mit Kindern einen zusätzlichen Freibetrag von 3.648 Euro pro Nachwuchs und Jahr geltend machen. Die Arbeitnehmersparzulage gibt es allerdings nur für Beteiligungs- und Bausparen. Zwei Fördertöpfe stehen zur Verfügung, die Sie auch miteinander kombinieren können: Der Bund gibt erstens 9 Prozent des Gesamtförderbetrages von 470 Euro – also maximal 42.30 Euro im Jahr – dazu, wenn Sie VL-Leistungen in einen Bausparvertrag einzahlen. Zweitens spendiert er 18 Prozent Zulage für maximal 400 Euro Beteiligungssparen. Damit versüßt der Staat das Sparen beispielsweise in lukrative Aktienfonds mit bis zu 72 Euro pro Jahr. In Ostdeutschland können sich die Beschäftigten noch bis Ende 2004 über eine staatliche Förderung in Höhe von 22 Prozent oder maximal 88 Euro freuen.

Vermögenswirksame Leistungen: Unser Tipp

Um alle Zuschüsse gleichzeitig nutzen zu können, empfiehlt sich das Sparen in einen Bausparvertrag und einen Investmentfonds. Kombinieren Sie beide Förderwege, können Sie bis zu 870 Euro im Jahr staatlich subventioniert sparen. Die Renditen der VL-Fonds können sich sehen lassen: Nach Berechnungen des Bundesverbandes Deutscher Investmentgesellschaften (BVI) erwirtschafteten sie seit 1962 einen durchschnittlichen Wertzuwachs von jährlich etwa acht Prozent. Aus eingezahlten 2.880 Euro wurden dadurch im Schnitt 4.000 Euro. Bezieht man die Arbeitnehmersparzulage in die Berechnung mit ein, so steigt die Quote sogar auf gut elf Prozent.